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Fonds: Ausgabeaufschlag sparen! – Kredit & Finanz-Ratgeber

Fonds: Ausgabeaufschlag sparen!
Tipp von Redaktion am 22. Dezember 2008

Investmentfonds sind mit verschiedenen Kosten verbunden, die das Ergebnis der Anleger trüben können. Je mehr von den Spesen eingespart werden können, desto höher fällt -ceteris paribus – die Nettorendite aus. Clevere Anleger können sich den Ausgabeaufschlag, der bei fast allen Fonds erhoben wird und standardmäßig fünf Prozent beträgt, sparen. Eine naheliegende Möglichkeit bietet der Erwerb von Indexfonds: Diese können wie eine Aktie an der Börse gehandelt werden und sind daher nicht mit einem Agio verbunden. Auch fallen aufgrund des passiven Managements die Verwaltungskosten sehr gering aus. Viele Investmentlösungen aber sind für die Abbildung über einen Index zu komplex und bedürfen eines aktiven Managements. Auch bei diesen Investmentfonds lässt sich der Ausgabeaufschlag allerdings oft sparen, indem der richtige Vertriebsweg gewählt wird.
Banken und Fondsgesellschaften trennen beim Vertrieb von Investmentfonds den Markt in Kunden mit hohem Involvement und solchen mit geringem Involvement. Weniger informierte Anleger erwerben deshalb Fonds über die Fondsgesellschaft oder über ihre Bank oder Sparkasse und zahlen dort den vollen Ausgabeaufschlag in Höhe von fünf Prozent. Erfahrene Investoren nutzen die Dienste einer Direktbank und sparen in der Regel die Hälfte des Agios. Wer um die Spesen ganz herumkommen möchte, ist gut beraten, einen Fondsvermittler zu bemühen. Diese speziellen Makler decken einen kleinen Teilbereich des Marktes für Investmentfonds ab und erhalten besonders günstige Vermittlungsprovisionen, die ausschließlich aus den Verwaltungsvergütungen der Fonds generiert werden. Der Ausgabeaufschlag entfällt dabei in den meisten Fällen vollständig.
Fonds, die über einen Vermittler erworben werden, können bei einer gewöhnlichen Depotbank gelagert werden, über die die Transaktionen in der Regel auch ausgeführt werden. Der Vermittler nimmt dabei ausschließlich eine Maklerrolle ein und fungiert nicht als verwaltende oder beratende Instanz. Mitunter gewähren die Banken neuen Kunden, die über einen Vermittler akquiriert werden, sogar Sonderkonditionen, wie beispielsweise die kostenlose Ausführung von Sparplänen.
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