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Donnerstag, Oktober 29, 2020
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Eigentümer in Sorge: Wie sicher ist Wohneigentum in Krisenzeiten?

Der Immobilienmarkt gehört zu den eindeutigen Gewinnern der Corona-Krise. Doch wie sicher ist das Wohneigentum und welche Repressalien könnten Eigentümern drohen? Einige Experten sprechen bereits von Zwangshypotheken, die das Eigentum gefährden und von staatlicher Seite auferlegt werden könnten. Das ist nicht die einzige Sorge, die trotz hoher Nachfrage und kontinuierlich steigendem Interesse an Wohneigentum derzeit die Runde macht.

Mögliche Folgen der Corona-Pandemie im Fokus

Kurzarbeit, Betriebsschließungen, Entlassungen sind Folgen der Krise, die seit Mitte März diesen Jahres weltweit präsent ist. Selbst einst renommierte und solvente Unternehmen stehen vor der Problematik einbrechender Umsätze und dem Risiko, insolvent zu gehen und ihre Belegschaft entlassen zu müssen. Gerade neue Haus- und Wohnungseigentümer trifft die Pandemie besonders hart. Mit einem Jobverlust geht die Gefahr einher, die vereinbarten Tilgungen bei der Bank nicht mehr vornehmen zu können und die Sicherheit des Sachwertes zu verlieren. Doch das ist nicht die einzige Sorge. Bricht die Wirtschaft weiter ein, könnte es zu staatlichen Hypotheken, zu Grundsteuererhöhungen und zu weiteren Belastungen für Eigentümer kommen. Die schleichende Enteignung ist derzeit ein brisantes Thema, das sowohl Immobilienbesitzer wie Kaufinteressierte beschäftigt. Ein wirtschaftliches Fiasko, verbunden mit einer Digitalisierung des Geldes schafft Risiken, die bisher nur in den Gedanken existieren. Doch so weit ist das Thema nicht von der Realität entfernt. Der Blick in die Wirklichkeit der Zukunft ist düster und zeigt Szenarien, gegen die selbst heute noch finanzstarke Firmen machtlos sind. Dass auch das Bankenwesen nicht sicher ist, hat die Finanzkrise in 2008 gezeigt. Auch in der heutigen Zeit reicht der Zusammenbruch einer großen Bank oder eines wichtigen Konzerns aus, um die Welt in Schrecken zu versetzen und einen Dominoeffekt zu erzeugen.

Staat nimmt Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung

In den letzten Monaten ist es zu einigen Teilverstaatlichungen gekommen. Ökonomen warnen deutlich vor der Verstaatlichung von Unternehmen, die eine lange und folgenschwere Kausalkette nach sich zieht. Eine teilweise Verstaatlichung der Immobilienwirtschaft würde für Eigentümer mit einer Zwangshypothek, mit erhöhten Grundsteuern und mit weiteren finanziellen Belastungen einhergehen. Für viele Eigentümer würde dieser Umstand das Ende der Eigentümerschaft bedeuten und damit einhergehen, dass sich das Investment umkehrt und in die Schuldenspirale führt. Eine staatliche Einmischung, auch wenn diese unter dem Fokus einer Hilfestellung oder Rettung steht, stört die Autarkie der freien Wirtschaft und kann kein erstrebenswertes Ziel sein. Eine Rückkehr in die Zeit vor Corona ist unmöglich. Der richtige Umgang mit Corona rettet die Wirtschaft.

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