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Donnerstag, Mai 5, 2022
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Flexstrom 2022: Wie steht es um den insolventen Stromanbieter heute?

Flexstrom. Ein Wort genügt, um 835.000 Gläubiger in ein ärgerliches Kapitel der Vergangenheit zurückzuversetzen. Diese Zahl an ehemaligen Kunden ist es nämlich, die noch heute auf eine Rückzahlung ihrer Gelder vonseiten des insolventen Energieanbieters warten. Die Frage stellt sich auch neun Jahre nach der Unternehmenspleite immer wieder: Gibt es Flexstrom News? Und: Wie realistisch ist eine Flexstrom Rückzahlung 2022?

Wer war die Flexstrom AG?

Bei der Flexstrom AG handelte es sich um einen mittelständischen Stromanbieter beziehungsweise Stromdiscounter. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin wurde 2003 von Robert Mundt gegründet und zählte zwischen 2011 und 2012 zu den größten unabhängigen Anbietern von Strom und Gas innerhalb Deutschlands. Zu Bestzeiten zählte Flexstrom mehr als 550.000 Kunden. Jedoch war diese Erfolgsgeschichte nur von kurzer Dauer. Bereits im Juli 2013 wurden nach Anmeldung der Insolvenz am 12. April 2013 entsprechende Verfahren gegen die Gesellschaften der Gruppe eröffnet. Zu den Involvierten zählen die Flexstrom AG ebenso wie die FlexGas GmbH, die OptimalGrü GmbH und die Löwenzahn Energie GmbH.

Dabei erinnert das Geschäftsmodell des Anbieters an ein weiteres Unternehmen, das Insolvenz anmelden musste: TelDaFax. Auch dieses setzte auf das sogenannte Prepaid System. Dieses ermöglichte den Kunden, ihr gewünschtes Strompaket selbst auszuwählen. Im Anschluss daran war die Bezahlung der darin enthaltenen Kilowattstunden per Vorkasse vorgesehen. Problematisch an dieser Praxis war jedoch: Kunden mit geringerem Stromverbrauch bekamen kein Geld zurückerstattet. Das versuchte Flexstrom mit dem DeutschlandsBest-Tarif auszugleichen. Dank ihm war es dem Anbieter möglich, bereits erhaltene Kundengelder trotz verbleibender Kilowattstunden zurückzuhalten. Wenig verwunderlich, dass diese Vorgehensweise Folgen haben sollte.