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Freitag, Januar 1, 2021
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Verbraucher haben Finanzkrise noch nicht überstanden

Obwohl man überall lesen kann, dass sich die Wirtschaft weltweit erholt, leiden Privathaushalte in Deutschland um ein Vielfaches stärker unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise. So ermittelte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung, dass sich der Teil der betroffenen Verbraucher in diesem Jahr von 23 auf 27 Prozent erhöht hat. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass zusätzlich 1,5 Millionen Deutsche ihren Lebensstil durch Arbeitslosigkeit oder Angst um den Arbeitsplatz einschränken müssen. Von der Reduzierung der Ausgaben profitieren Kreditinstitute natürlich nicht, denn viel weniger Verbraucher nehmen einen Kredit auf.

Doch für den Aufschwung der Wirtschaft ist es wichtig, dass gerade der private nicht stagniert, sondern weiter nach oben steigt. Viele Betroffene legen Rücklagen für schlechte Zeiten an und legen Wert auf Transparenz und Bodenständigkeit. Aktien und Fonds finden kaum noch Anerkennung, dahingegen sind Immobilien, Lebensversicherungen und Tagesgeldkonten momentan sehr gefragt.

Wann sich auch die Privathaushalte von dem herben Rückschlag der Finanzkrise erholt haben werden, ist noch nicht abzusehen. Der Sparbetrieb der deutschen Bevölkerung wird wohl noch einige Zeit dafür sorgen, dass das Gaststättengewerbe und andere Branchen weniger Gewinn erzielen. Die großen Gewinner der Wirtschaftskrise sind hingegen Baumärkte und Elektronikfachmärkte. Diese beiden Branchen durften sich schon jetzt über steigende Umsätze freuen. Auch die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung ist der Meinung, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. Und dies sei letztendlich ein Zeichen dafür, dass die Nachhaltigkeit des Einstellungswandel gesichert wird. In Zukunft wird wohl der größte Teil der Bevölkerung mehr auf kurzlebige Trendartikel als denn auf Qualitätsprodukte setzen.

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