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Donnerstag, Oktober 15, 2020
Start Börse und Wirtschaft Deutschland wirft den USA angebliches Preisdumping vor

Deutschland wirft den USA angebliches Preisdumping vor

Die Präsidentenwahl in den USA steht kurz bevor, nun ist bekannt geworden dass die US-Regierung ihre Sonderzölle ausgeweitet hat.
Das trifft auch Deutschland aufgrund der neuen Abgaben auf Aluminiumbleche. Für die deutsche Regierung ist dies ein klarer Fall von Preisdumping.

Weitere Staaten betroffen

Nicht nur Deutschland ist davon betroffen, die USA verhängte diese Sonderzölle noch gegen 17 weitere Staaten. Im speziellen geht es dabei um den Import von Blechen aus speziellen Legierungen.
Der Handelsminister erklärte, dass sich die neuen Zölle nach der Höhe der niedrigen Einfuhrpreise richten.
Die neuen Sonderzölle wirken sich auf Güter im Wert von rund zwei Milliarden Dollar aus. Erst im Februar 2021 soll die genaue Höhe der Sonderzölle festgelegt werden.

Hoher Zoll für Importe in die USA

Laut US-Handelsminister Ross liegt der Grund für den Export zu Dumpingpreisen darin, dass es zur Zeit in China eine Überproduktion von Aluminium gebe.
Diese Überkapazitäten wurden auch in andere Märkte abgeworfen was dafür sorgt, dass diese Ware letztendlich wieder in den USA lande.
Anzumerken ist dass diese Sonderzoll-Politik, auf einen Teil des Wahlversprechens von Donald Trump aus dem Jahr 2016 zurückgeht.
Er ließ damals verlauten dass er gezielt versuchen werde, das US-Handelsdefizit dadurch zu mindern.
Die Schlussfolgerung daraus ist, dass Importe mit einem hohen Zoll belegt werden.
Diese werden wiederum in den USA verteuert, dadurch werden Kunden animiert vermehrt US-Produkte zu kaufen.

Das Handelsdefizit ist gestiegen

Aktuelle Daten belegen, dass das Handelsdefizit in den USA im August so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr war.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass die eingeführten Dienstleistungen und Waren die exportierten Güter um rund 57 Milliarden Dollar überstiegen.
Das bedeutet wiederum ein größeres Handelsdefizit von rund 6 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Der Grund dafür war sozusagen der Shutdown in den USA, nach dem Ende des Shutdowns kauften Amerikaner mehr importierte Güter.
Die Nachfrage nach US-Produkten aus dem Ausland blieb zugleich schwach, ein Umstand der durch US-Sonderzölle in die richtige Richtung gelenkt werden soll.

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