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Montag, Januar 4, 2021
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Lebensversicherung – Ratgeber Finanzen

 

Lebensversicherung

 

 

Gerade bei Existenzgründern und Selbstständigen, die bereits verheiratet sind oder sogar Kinder haben, ist eine finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen ein absolutes Muss. Ein gutes Vorsorgemodell für diese Berufsgruppen bildet die Lebensversicherung. Allerdings gibt es auch hier einige Punkte, die unbedingt beachtet werden sollten.
Zunächst muss geklärt werden, welches Ziel die abgeschlossene Lebensversicherung haben soll. Sollen nur die Hinterbliebenen im finanziellen Bereich abgesichert werden, oder möchte der Versicherte mittels der Lebensversicherung auch selbst für seinen Altersruhestand vorsorgen? Die Antwort auf diese Fragen entscheidet, welches letztendlich ausgewählt werden muss.
Wer lediglich Familienangehörige, das heißt Ehepartner oder Kinder absichern möchte, für den empfiehlt sich der Abschluss einer so genannten „Ablebensversicherung“. Dieses Modell – auch Risikolebensversicherung genannt – ist ausschließlich für die Versorgung der Hinterbliebenen beim Tode des Versicherten konzipiert. Das heißt, der Versicherungsfall tritt mit dem Tod des Versicherungsnehmers ein, er selbst kann also keine Leistungen beziehen.
Das Gegenteil dieser Versicherungsform ist die Erlebensversicherung. Diese sollte der Existenzgründer beziehungsweise Selbstständige dann abschließen, wenn er selbst für sein Alter vorsorgen möchte. Bei der Erlebensversicherung wird ein bestimmter Zuteilungszeitpunkt im Vertrag festgelegt, ab dem der Versicherte Leistungen ausgeschüttet bekommt. Erlebt er diesen Zuteilungszeitpunkt nicht, verfallen die bereits eingezahlten Beiträge zu Gunsten der Versichertengemeinschaft. Die Hinterbliebenen gehen bei diesem Modell also leer aus.
Wer sich die beiden Modelle so ansieht, könnte auf die Idee kommen, dass eine Kombination aus beiden für den Selbstständigen das Optimum darstellt. Und genau diese Kombination gibt es bereits: die kombinierte Erlebens- und Ablebensversicherung. Wird diese abschließt, bekommt in jedem Fall eine Auszahlung. Im Erlebensfall erhält der Versicherte diese selbst, im Todesfall zahlt die Versicherung an die Hinterbliebenen aus. Diese Kombination ist für Existenzgründer und Selbstständige besonders empfehlenswert.
Ein besonderes Lebensversicherungsmodell soll hier noch erwähnt werden: die Kapitallebensversicherung. Sie ermöglicht es dem Versicherten, zu einem beliebigen Zeitpunkt einen größeren Einmalbetrag in die Versicherung einzuzahlen, der dann zum Zuteilungszeitpunkt in monatlichen Rentenbeträgen wieder ausgezahlt wird. Das Modell ist also vergleichbar mit der Rürup Rente und ideal für Menschen, die erst im fortgeschrittenen Alter die Möglichkeit haben, größere Beträge für ihre Altersvorsorge anzulegen.
Hinweis: Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität
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