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Samstag, Oktober 31, 2020
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Steigt der Staat bei der Commerzbank ein?

Steigt der Staat bei der Commerzbank ein?

Möglicherweise hat das Institut Interesse an Hilfen vom Staat. So ist es möglich, dass der Bund demnächst bei der Commerzbank, dem zweitgrößten Geldinstitut Deutschlands, einsteigt. Am Dienstag wird darüber beraten, ob es eine Teilnahme an dem Hilfsfonds, der 480 Milliarden Euro schwer ist, geben werde. Beteiligt sich der Staat an dem Institut, erhält es unmittelbar direkte Einflussmöglichkeiten auf die Politik, die in dem Geschäft vor sich geht. Ein Sprecher der Commerzbank allerdings sagte bisher nur, dass es eine Prüfung des Maßnahmenpaketes gebe.

 

So sei das Institut „an allen Instrumenten des Fond interessiert“, so eine Person, die aus dem Umfeld desselben sei. Begründung sei zum einen die andauernde Krise und zum anderen die Übernahme der Dresdner Bank, die ja bevorstehe. Vor allem das Engagement bei Lehman Brothers, einer Amerikanischen , und in Island seien negativ für die Finanzen gewesen. All dies bewegt die Commerzbank dazu, möglicherweise eine Kapitalspritze in Anspruch zu nehmen oder diese Möglichkeit zumindest weiterhin zu überprüfen. Die Ergebnisse des dritten Quartals diesen Jahres sollen wohl am Mittwoch bekannt gegeben werden.

 

Die Commerzbank ist neben der Hypo Real Estate die erste Bank, die überlegt, das Hilfsangebot der Regierung in Anspruch zu nehmen, wodurch deutlich wird, dass dies noch nicht der erhoffte Erfolg ist. Der Präsident der Bundesbank forderte dazu auf, die Eigenkapitalbasis zu stärken, damit eventuelle weitere Belastungen besser ausgehalten werden können. Peer Steinbrück, der aktuelle Bundesfinanzminister, rechnet damit, dass demnächst weitere Institute an dem Hilfsfonds Interesse zeigen.

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