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Samstag, November 28, 2020
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Der Immobilienmarkt bleibt vor allem in Großstädten stabil

Welchen Einfluss hat die Corona Krise auf die Wohnungs- und Hauspreise in beliebten Großstädten genommen? Der Markt zeigt sich erstaunlich unbeeindruckt, obwohl Experten im Sommer eine andere Tendenz hatten. Für einen kurzen, kaum wahrnehmbaren Moment war nur ein Seitwärtstrend festzustellen. Doch trotz Teil-Lockdown und nicht zu unterschätzenden Einflüssen auf die Liquidität von Verbrauchern, gewinnt der Immobilienmarkt wieder an Fahrt.

Wohneigentum als krisensicheres Investment?

Schon vor der Krise standen Immobilien als Kapitalanlage hoch im Kurs. Der erste Lockdown hat einen kurzen Anstieg, sowie einen kurzen Seitwärtstrend erzeugt. Beim der Ankündigung des zweiten Lockdowns zeigte der Immobilienmarkt überhaupt keine Regung, der Graph steigt weiter nach oben und die Nachfrage übertrifft das Angebot nach wie vor. Einige Marktkenner sehen sogar einen Preissprung in der nahen Zukunft. Die Sicherheit, die sich aus Wohneigentum zur Selbstnutzung oder zur Vermietung ergibt, steht bei zahlreichen Investoren im Fokus. Selbst die leichte Zinsverteuerung bei Immobilienkrediten sorgt nicht für ein sinkendes Interesse. Auch wenn viele Banken aktuell das erhöhte Risiko in der Krise mit einem höheren Zins absichern, ist die Stimmung auf dem Immobilienmarkt positiv. Käufer sind bereit, den höheren Preis zu zahlen und ihre eigene Krisenabsicherung zu schaffen. Durch den kontinuierlichen, wenn auch langsamen Anstieg der Kaufpreise in Verbindung mit höheren Bankzinsen, sind in beliebten Städten verkaufte Eigentumswohnungen in den letzten zwei Monaten rasant im Preis gestiegen. Finanzsicherheit darf etwas kosten, wie der unaufhaltsame Trend beim Immobilienkauf trotz steigender Kosten zeigt.

Mietfrei wohnen wird auch für Normalverdiener immer wichtiger

Neben den Immobilienpreisen explodieren die Mietpreise in deutschen Metropolen. Im ursprünglichen Land der Mieter wird umgedacht und sich immer mehr an den Nachbarn orientiert. Viele normalverdienende Familien ziehen es vor, die monatlichen Ausgaben für Miete lieber in eine mietfreie Zukunft – und damit in einen Immobilienkredit oder in eine Baufinanzierung zu investieren. Dieser Sommer hat die Entschlussfreude gesteigert und bei vielen Verbrauchern dazu geführt, dass das bisher sorgfältig abgewogene Projekt “Eigentum” nicht länger aufgeschoben wird. Die Krisensituation und die finanzielle Unsicherheit haben sich in diesem Punkt als Booster ausgewirkt und den Fokus auf das gelenkt, was für die meisten Familien das Wichtigste im Leben ist. Sicherheit in unsicheren Zeiten und die Vorsorge für den mietfreien Lebensabend haben an Bedeutung gewonnen. Dementsprechend, in Folge der erhöhten Kreditanfragen, hat auch der Finanzmarkt einen Aufschwung erlebt und befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Bis zum Jahresende wird sich laut aktueller Prognosen die Kreditvergabemenge noch weiter erhöhen.

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