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Freitag, Oktober 16, 2020
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Bad Bank-Gesetz – Fluch oder Segen?

Bad Bank-Gesetz – Fluch oder Segen?

Die Regierung plant, ein so genanntes Bad Bank-Gesetz zu verabschieden. Damit soll es Banken möglich werden, belastete Aktiva in einer Höhe von insgesamt 300 Milliarden Euro auszulagern. Ob der Lösungsansatz der Bundesregierung allerdings wirklich sinnvoll ist, bleibt fraglich. Sicher ist, dass es zahlreiche Befürworter, aber auch Gegner dieser Regelung gibt.

Professor Grote, Professor für Corporate Finance an der Frankfurt School of Finance & Management, befürwortet die Idee, welche dahinter steckt. Seiner Meinung nach sind Abwicklungsbanken unverzichtbar, damit die Kredit Versorgung der Wirtschaft sichergestellt werden kann. Allerdings sollte man Transparenz bei den Kosten und der Ausgliederung herstellen. Zudem müsse man darauf achten, dass die Bundesbürger nicht zu sehr belastet werden und davon die bisherigen Bankenaktionäre profitieren.

Bisweilen diskutieren auch andere Experten darüber, ob sich die Bundesregierung durch dieses Gesetz in etwas verrannt hat oder ob dadurch die Chancen, dass es der Wirtschaft bald wieder besser gehen wird, steigen. Da wirft man auch einen Blick auf die Handhabung anderer Länder, wie zum Beispiel Großbritannien. Dort gibt es eine gebührenpflichtige staatliche Versicherung, die derzeit nicht liquidierbare Wertpapiere betrifft.

Sofern sich der Steuerzahler an Lösungsmodellen beteiligen soll, müsse laut zahlreichen Experten diesem genau aufgezeigt werden, ob und in welchem Maße die Aufsichtsbehörden ihrer Pflicht und Verantwortung nachgekommen sind.

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