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Donnerstag, Oktober 29, 2020
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BayernLB tiefer in der Krise als gedacht

BayernLB tiefer in der Krise als gedacht

Die BayernLb steckt offenbar tiefer in der Krise als anfangs gedacht, denn während vor einigen Wochen der Finanzbedarf noch auf 6,4 Milliarden Euro beziffert wurde, scheinen jetzt sogar 10 Milliarden Euro benötigt zu werden. Angeblich soll das neue Defizit aufgrund der Börsentalfahrt der jüngsten Zeit entstanden sein und die BayernLb plant zudem laut Bericht von „Spiegel online“, seine Kapitalquote statt auf Prozent auf 9 Prozent anzuheben.

Es gab zwar keine offiziellen Bestätigungen dieser Nachrichten, da weder die Bank, noch die Eigentümer eine öffentliche aussage dazu machen wollten. Die Gerüchteküche besagt jedoch, dass die Eigner langsam nervös werden und es im Extremfall sogar dazu kommen könnte, dass die Sparkassen als Eigner komplett aussteigen. Nach Aussage von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erwägt das Land sogar, der BayernLB im Alleingang zu helfen. In Baden-Württemberg gibt es ein ähnliches Modell, bei dem sich alle an der Finanzierung beteiligen.

Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Krisenmanagement entwickelt und ob die staatliche Hilfe von der Bundesregierung abgesegnet wird. Auch hier hat die BaynerLB ein Problem, weil vor dem Rettungspaket bereits höhere Hilfen vom Land angekündigt wurden, welche zunächst greifen müssten. So bleibt es also spannend, ob am Ende der bayerische Steuerzahler für die Probleme der Bank aufkommen muss.

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